10.01.2017: Mehrere Einsätze fordern Freiwillige Feuerwehr


Zu gleich mehreren Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr kam es innerhalb von 24 Stunden in Idstein.

1. Feuer in Gewerbeanlage

Breits in der Nacht auf Dienstag erfolgte die erste Alarmierung der freiwilligen Helfer zu einem Industriebetrieb im Idsteiner Gewerbegebiet. Aus bislang ungeklärter Ursache brach in einem Mischwerk für Zement und Kies innerhalb der Verschalung eines kabelführenden Schachts ein Feuer aus. Die Feuerwehr rückte mit dem Löschgruppenfahrzeug, der Drehleiter, zwei Tanklöschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen an und konnte das Feuer nach kurzer Zeit mit einem Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz unter Kontrolle bringen. Aufgrund der komplizierten und verwinkelten Bauweise der betroffenen Anlage gestalteten sich die Nachlöscharbeiten schwierig und zogen sich knapp eineinhalb Stunden hin. Personen kamen nicht zu Schaden, zum entstandenen Sachschaden konnten keine Angaben gemacht werden.

2. Kaminbrand in Einfamilienhaus

Am Morgen des gleichen Tages erfolgte dann gegen 08:45 Uhr die nächste Alarmierung. Gemeldet wurde der Rettungsleitstelle ein ausgelöster privater Rauchmelder in einem Einfamilienhaus eines Idsteiner Wohngebiets. Vor Ort bestätigte sich, dass die Rauchmelder nicht grundlos angeschlagen hatten. Die Feuerwehr konnte als Ursache einen so genannten Kaminbrand ermitteln.

Bei dieser Art Feuer entzünden sich Rückstände innerhalb des Rauchabzuges. Dabei entstehen Temperaturen innerhalb der Rauch abführenden Schächte oder Rohre, für die diese nicht ausgelegt sind und übertragen diese meist auf die umliegende Bausubstanz. Hierbei darf nicht mit Wasser gelöscht werden, da dies zu einem Bersten des Kamins führen kann.

In diesem Fall war das Feuer innerhalb des Rauchabzugs bereits bei Eintreffen der Feuerwehr wieder erloschen und die Aufgaben der mit zwei Fahrzeugen angerückten Helfer beschränkte sich auf das Kontrollieren der betroffenen Bereiche. Eine Person, die während des Vorfalls im Haus anwesend war wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst betreut. Nach Abschluss der Maßnahmen durch die Feuerwehr wurde die Einsatzstelle dem Bezirksschornsteinfegermeister übergeben.

3. Zimmerbrand in Behindertenwohnheim

Am späten Nachmittag lösten erneut Rauchmelder in Idstein aus. In diesem Fall gehörten sie zu einer automatischen Brandmeldeanlage einer sozialpädagogischen Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe. Auch hier rückte die Feuerwehr mit einem kompletten Löschzug an, bestehend aus Löschgruppenfahrzeug, Drehleiter und Einsatzleitwagen und wurde bereits durch Mitarbeiter und Bewohner empfangen, welche einen Brand bestätigen konnten. Auch hier kam es aus bislang ungekläreter Ursache zum Brand eines Zimmers in einem Unterkunftsgebäude. Die Einsatzkräfte gingen mit einem Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz in das betroffene Zimmer vor und konnten den Brand mit einem C-Rohr in kürzester Zeit löschen. Der Schaden konnte so begrenzt werden, jedoch wurde der unmittelbare Bereich um die Brandstelle in Mitleidenschaft gezogen. Die Brandursache ist auch bei diesem Einsatz unklar, jedoch kam es zu einer Verpuffung, so dass auch eine Raumtrennwand verschoben wurde. Des Weiteren musste auch bei diesem Einsatz eine Betreuerin, die den Rauchgasen ausgesetzt wurde vom Rettungsdienst behandelt werden. Zwei weitere Personen wurden von der Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich gebracht und ca. 30 Personen, die das Gebäude vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen hatten, wurden in einem Saal eines anderen Gebäudes auf dem Gelände vorübergehend untergebracht. Des Weiteren waren im Einsatz ein Rettungswagen und der Stadtbrandinspektor der Stadt Idstein.

4. Unterstützung bei PKW-Brand

Im Anschluss an Einsatz Nummer 3 wurde dann noch ein im Vollbrand stehender PKW in Wörsdorf gemeldet. Da das Idsteiner Löschfahrzeug bereits voll besetzt auf der Rückfahrt in Richtung des Stützpunktes war, fuhr es auch diese Einsatzstelle an, um die Wörsdorfer Kameraden zu unterstützen. Vor Ort war die Lage jedoch bereits unter Kontrolle, so dass die Kräfte aus Idstein wieder einrücken konnten.

RAUCHMELDER RETTEN LEBEN

Im Zusammenhang mit den beiden Einsätzen in Wohngebäuden weißt die Freiwillige Feuerwehr Idstein erneut darauf hin, dass installierte Rauchmelder schlimmeres verhindert haben und somit Menschenleben gerettet wurden. Seit mehreren Jahren ist es zudem Pflicht in allen Wohnungen Rauchmelder zu installieren. Diese lösen bereits bei geringen Mengen Rauch einen akustischen Alarm aus und können somit die Bewohner rechtzeitig bei einem entstehenden Feuer warnen und ermöglichen eine sichere Flucht aus dem betroffenen Gebäude. Auch Nachbarn können diesen Alarm hören und durch den Notruf 112 Hilfe herbeiführen.

Eingesetzte Fahrzeuge

  1.  Einsatz: LF, DLA(K), TLF, GTLF, ELW, Idstein-01, RTK-04
  2.  Einsatz: LF, ELW
  3.  Einsatz: LF, DLA(K), ELW
  4.  Einsatz: LF

 

Bilder Feuer in Industrieanlage

Bild Kaminbrand in Einfamilienhaus

Bilder Zimmerbrand in Behindertenwohnheim

Bilder Unterstützung bei PKW-Brand

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