27.04.2018: Unklarer Geruch in der Hochschule

WhatsApp Image 2018 04 28 at 13.17.07Am Freitagnachmittag gegen 16:17 Uhr wurde die Freiwilligen Feuerwehr Idstein, sowie die Feuerwehren aus den Stadtteilen Wörsdorf und Niederauroff zu einem Gefahrstoffeinsatz zur Hochschule Fresenius alarmiert. Durch die dort anwesenden Personen wurde ein verdächtig stechender Geruch beschrieben und einzelne Personen klagten über Atemwegsreizungen. Aufgrund des Einsatzstichwortes „Gefahrgut“ und da zunächst unklar war ob und in welche Art & Menge ein Gefahrstoff ausgetreten war, wurde durch die Rettungsleitstelle in Bad Schwalbach eine umfangreiche Alarmierung mit Einsatzkräften aus dem gesamten Landkreis durchgeführt.


Beim Eintreffen an der Einsatzstelle in der Limburger Straße war das Gebäude schon durch die Hochschulleitung per Hausalarm komplett geräumt worden. Es befanden sich keine Personen mehr im betroffenen Bereich. Insgesamt 4 Personen wurden vor Ort vom Rettungsdienst aufgrund Atemwegsirritationen versorgt und zur Abklärung ins Krankenhausgebracht.

Spezielle Teams der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz führten Messungen durch, konnten aber keinen weiteren Gefahrstoffaustritt und die Ursache des Geruches nicht eindeutig feststellen. Daraufhin entschloss man sich das Gebäude umfangreich zu belüften, so dass die Räumlichkeiten gegen 18 Uhr wieder freigegeben werden konnten.

Insgesamt waren an diesem Einsatz mehr als 110, überwiegend ehrenamtliche, Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst aus dem gesamten Landkreis beteiligt. So waren z.B. Gefahrstoffmesseinheiten zur Lagefeststellung aus Eltville, eine Dekontaminationseinheit aus Bad Schwalbach sowie die Technische Einsatzleitung des Rheingau-Taunus-Kreises mit dem Einsatzleitwagen ELW 2 aus Taunusstein und dem dazugehörigen Personal aus dem gesamten Kreisgebiet. Von Seiten des Rettungsdienstes waren mehrere Rettungswagen, sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt vor Ort.

Aufgrund der Vielzahl an überörtlichen Einsatzkräften und Fahrzeugen entschied sich die Einsatzleitung frühzeitig einen Bereitstellungsraum auf einem Supermarktparkplatz an der Wiesbadener Straße einzurichten. Dort wurden die Kräfte gesammelt und wären bei einer weiteren Entwicklung der Lage bei Bedarf der Einsatzstelle mit einem konkreten Auftrag zugeführt worden. Der speziell aufgestellte GABC-Zug Idstein, der aus ehrenamtlichen Helfern aus allen Idsteiner Feuerwehren besteht, war bei diesem Einsatz ebenfalls vor Ort.

Zufälligerweise hatten die Kameradinnen & Kameraden erst am Vortag eine entsprechende Übung abgehalten, bei der ein Gefahrstoffaustritt in einem Gebäude auf dem Gelände der Idsteiner Straßenmeisterei simuliert wurde. Glücklicherweise war der aktive Einsatz der Gefahrgutkräfte mit umfangreicher Nutzung von spezieller Schutzausrüstung und Equipment – wie bei der Übung am Vortag- am Freitagnachmittag bei der Hochschule Fresenius nicht notwendig.

Wie die Lokalpresse berichtete, seien Feuerwehr und Hochschule „froh darüber, dass die regelmäßig trainierten Schutzmaßnahmen auch im Ernstfall funktionierten.“

Bereits am Vormittag war die Feuerwehr Idstein zu einem LKW Unfall auf die Autobahn A3 alarmiert worden. Hier hatte sich ein Auffahrunfall mehrerer Lastwagen ereignet. Die Leitstelle ging zunächst davon aus dass sich der Unfall zwischen Idstein und Niederhausen in Richtung Süden ereignet hat. Es stellte sich aber heraus, dass sich die Einsatzstelle kurz nach der Auffahrt Niedernhausen in Richtung Norden befand und somit von den Kameraden aus Niedernhausen übernommen wurde. Nach Absicherung der Einsatzstelle konnte die Feuerwehr Idstein wieder einrücken.

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