14.05.2018: Gute Nachbarschaft - Feuerwehren Bad Camberg und Idstein üben Gefahrgutunfall

Beim Rangieren auf einem Speditionsgelände wurde die Ladung eines mit Gefahrenstoffen beladenen LKW verschoben und teilweise undicht. Ein auf der Ladefläche befindlicher Mitarbeiter erlitt dabei schwere Verletzungen.
Dies war der Inhalt der Notrufmeldung.
Ein Vorbereitungsteam hatte das Szenario erarbeitet und realistisch dargestellt. Dämpfe drangen aus dem Fahrzeug und echt wirkende Ladungsteile sowie ein Dummy waren auf dem Laster vorzufinden.
Bei diesem Lagebild entschloss sich die Einsatzleitung, die Feuerwehr Idstein mit zu alarmieren, besonders im Hinblick auf die Tageseinsatzstärke eine reale Entscheidung.
Beide Wehren verfügen über eine Ausrüstung für Gefahrguteinsätze. Als Nachbarn gehören sie unterschiedlichen Landkreisen und zwei Regierungsbezirken an. Beide sind für Einsätze auf der Bundesautobahn A 3 zuständig, wo man aufeinander trifft. Insgesamt rd. 50 Einsatzkräfte waren ausgerückt, um Hilfe zu leisten. Einsatzleiter war der Bad Camberger Wehrführer Hendrik Hotz, der sich auf die Unterstützung durch den Einsatzleitwagen der Idsteiner Wehr verlassen konnte.

Die Koordination wurde unterstützt durch die Feuerwehreinsatzzentrale im Bad Camberger Feuerwehrhaus. Von hier aus erhielten die Einsatzkräfte ergänzende Informationen zu den Gefahrstoffen und es erfolgte die Einsatzdokumentation.
An der Einsatzstelle mussten die erforderlichen Maßnahmen durch Frauen und Männer in Vollschutzanzügen durchgeführt werden. Es galt, Verletzte zu retten, auslaufende Flüssigkeit aufzufangen und die Leckage abzudichten, um Umweltschäden zu vermeiden.
Ein Dekontaminationsplatz ist für die Trägerinnen und Träger der Vollschutzanzüge eingerichtet worden. Die Arbeit in den Anzügen, mit einer Ausrüstung darunter, die schon ohne Anzug etwa 20 kg wiegt, ist nur von fitten Menschen zu leisten. Die Einsatzdauer beträgt mit dem Atemschutzgerät rund eine halbe Stunde. Pro eingesetztem Trupp wird für Notfälle ein Reservetrupp benötigt, daher ist bei diesem Bedarf der Einsatz der Nachbarwehr rasch gegeben.
Luftmessungen erfolgten aus dem Korb der Drehleiter und austretende Dämpfe wurden mit Wasser aus dem großen Idsteiner Tanklöschfahrzeug niedergeschlagen.
Nach der Lösung aller gestellten Aufgaben resümierten die Führungskräfte den Einsatz.

Im Bad Camberger Feuerwehrhaus bedankte sich Wehrführer Hotz besonders bei den Einsatzkräften aus Idstein und weitere gemeinsame Übungen wurden vereinbart.

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