02.09.2019: Brennendes Fahrzeug zum Feierabend

Am späten Montagnachmittag kam es auf der Autobahn 3 zwischen den Anschlussstellen Idstein und Bad Camberg zum Brand eines Vans und damit einhergehend zu erheblichen Behinderungen im Feierabendverkehr rund um Idstein.

Die Freiwillige Feuerwehr Idstein wurde zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Idstein-Wörsdorf zu einem gemeldeten PKW-Brand auf die Autobahn BAB 3 in Fahrtrichtung Nord alarmiert. An der Einsatzstelle angekommen wurde klar, dass es sich um einen Van US-Amerikanischer Bauart handelte, welcher vom Heck her im Vollbrand stand. Alle Insassen hatten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen können. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den gesamten Innenraum des Fahrzeugs erfasst und lediglich der Motorraum brannte noch nicht. Die Flammen schlugen mit hoher Geschwindigkeit und unter ohrenbetäubender Geräuschkulisse aus den geborstenen Fenstern. Wie sich kurz darauf herausstellte nicht ohne Grund. Das großvolumige Gefährt besaß neben seinem regulären Benzintank noch zwei zusätzliche Gastanks, von denen einer freiliegend im Kofferraum montiert war und der zweite, kleinere von beiden unter einer Sitzbank. Aufgrund der Hitze des Feuers und dem damit verbundenen Druckanstieg in den Gastanks kam es zum Abblasen und in der Konsequenz zum Abbrennen des Tankinhalts.

Die Kräfte des ersteintreffenden Löschfahrzeugs gingen sofort mit zwei Angriffsleitungen zur Brandbekämpfung vor, während weitere Kräfte zunächst den Standstreifen und die rechte Fahrspur gegen den fließenden Verkehr sicherten. Die kurz darauf eintreffende Autobahnpolizei errichtete dann jedoch eine Vollsperrung, da der Qualm die Sicht zu stark behindert hätte. Der Großteil des brennenden Fahrzeugs war in relativ kurzer Zeit gelöscht jedoch gestalteten sich die Löscharbeiten im Heck des Vans deutlich schwieriger. Das dort austretende Gas ließ immer wieder Flammen aus dem hinteren Bereich schlagen. Darüber hinaus war der Kofferraum äußerst kompakt mit Gepäck bis unter das Dach des Fahrzeugs beladen. Diese zusätzliche Brandlast im Heck direkt über dem Hauptgastank erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich. Aus diesem Grund, gepaart mit der Tatsache, dass es auf Autobahnen keine Hydranten gibt, musste das Großtanklöschfahrzeug der freiwilligen Helfer einmal zum Wasser nachtanken zum Stützpunkt nach Idstein zurückfahren. In der Zwischenzeit wurde das Wasser aus den Tanks der beiden anderen vor Ort befindlichen Löschfahrzeuge genutzt.

Die "Hartnäckigkeit" des Brandes führte zu einer Einsatzdauer von ca. 2,5 Stunden. So lange dauerte es den Gastank soweit herunter zu kühlen, dass dieser sich nicht erneut entzündete. Die Freiwillige Feuerwehr Idstein blieb vor Ort, bis das Fahrzeug zum Abtransport bereit auf dem Abschleppwagen stand, um im Falle einer erneuten Entzündung beim Verladen direkt eingreifen zu können.

 

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