Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Idstein

Der Bereich Ausbildung ist ein wichtiger Baustein für die reibungslose Funktion einer Freiwilligen Feuerwehr. So wird zusätzlich zur Ausbildung auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule Kassel, am Standort Idstein Sorge dafür getragen, dass jeder Feuerwehrmann seine Kenntnisse und Fertigkeiten in den verschiedenen einsatzrelevanten Bereichen erweitert und festigt.

Im 14-Tage-Rhythmus Dienstags- oder Freitagsabends finden die regelmäßigen Übungsdienste statt. Zusätzlich findet einmal im Monat eine Übung Sontags Vormittags statt. Durch die Häufigen Dienste soll jeder Einzelne in der Mannschaft, die Möglichkeit haben intensiver den Umgang mit Fertigkeiten und Geräten trainieren zu können.

Eine kleine Auswahl von besonderen Übungen der letzten Jahre haben wir Ihnen hier mit Bild und Text zusammengestellt.



Tagesübung: Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen

Am Samstag stand eine ganztägige Ausbildung zum Thema Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen an. An zwei Schrott-Pkws, welche von Kameraden und Bekannten der FF Idstein zur Verfügung gestellt worden waren, konnten die Teilnehmer das Vorgehen zur Personenrettung bei Verkehrsunfällen üben.

Für die Technische Hilfeleistung stehen am Stützpunkt Idstein vor allem zwei Fahrzeuge zur Verfügung: der Rüstwagen RW 2 und das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12. Das LF ist im Stadtgebiet stets das erstausrückende Fahrzeug und hierfür mit verschiedenen Gerätschaften wie hydraulischer Schere, Spreizer und Rettungszylindern ausgerüstet. Der Rüstwagen dagegen verfügt über alle Arten von Werkzeugen und Sondergeräten für die technische Hilfeleistung. Er ergänzt die Ausrüstung des LFs und wird vor allem bei komplizierten und größeren Einsätzen dringend benötigt.

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Drehleiterseminar am Stützpunkt

Wie schon im vergangenen Jahr, findet auch in diesem Jahr am Stützpunkt in Idstein zu mehreren Terminen ein Drehleiterseminar statt. An zwei Ausbildungstagen werden mehrere Feuerwehrkameraden mit dem grundlegenden Aufbau und der Funktionsweise der Drehleiter (DLA-K 23/12) vertraut gemacht.

Am ersten Abend des Seminars ging Zugführer und Gerätewart Helmut Weber auf einige Grundlagen zum Aufstellen und zum Betrieb der DLA-K 23/12 aus dem Hause Camiva. Dabei wurde auch auf besondere Gefahren im Umgang mit dem teuersten Gerät der Idsteiner Wehr eingegangen.

Dieses Wissen konnten die Teilnehmer am nächsten Tag im zweiten Teil des Seminars in die Praxis umsetzten. Schwerpunkt des Praxisteils war es, den Grenzbereich des Leiterbetriebes kennen zu lernen.

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Einsatzübung im alten Krankenhaus

Die erste großangelegte Einsatzübung in diesem Jahr fand am vergangenen Sonntag im alten Krankenhaus in Idstein statt. Das Gebäude steht seit dem Bezug des Klinik-Neubaus leer. Wichtiger Bestandteil der Übung waren die Kinder und Jugendlichen unsere Jugendfeuerwehr, die zum Abschluss des diesjährigen Berufsfeuerwehrtages als Opfer an der Übung teilnahmen (siehe auch: Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr).

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Heftrich sollte vor allem das Absuchen komplexer Gebäude und die Koordination der Einsatzkräfte geübt werden. Viele der Kinder hatten sich, wie es im Einsatzfall anzunehmen ist, in Schränken und Nischen versteckt und mussten zum Teil sitzend und liegend aus dem Gebäude gerettet werden.Die Atemschutztrupps der Löschfahrzeuge der Idsteiner Wehr hatten die Aufgabe, den Brand in einem Gebäudeteil im dritten Stock zu löschen und sowohl den verrauchten Bereich, als auch alle anderen Bereiche der Klinik abzusuchen und zu evakuieren. Die Kameraden aus Heftrich richteten an der hinteren Gebäudeseite über Steckleitern einen zweiten Rettungsweg über das Dach ein. Sie übernahmen ebenfalls die Rettung der Kinder vom Dach und halfen beim Abtransport über das Treppenhaus. Die nicht gehfähigen Kinder wurden über die Drehleiter vom Dach transportiert.

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Ausbildung Sondergeräte: Stabilisierung verunfallter Fahrzeuge

Nachdem bei der letzten Ausbildung mit Sondergeräten Trenn- und Schneidgeräte behandelt wurden, lag der Fokus der Übung an diesem Dienstag auf der Stabilisierung verunfallter Fahrzeuge.

Bei Verkehrsunfällen kommt es immer wieder vor, dass das verunfallte Fahrzeug in einer instabilen Lage, also auf dem Dach oder auf der Fahrzeugseite liegen bleibt. Bevor in solchen Fällen mit der Rettung der Fahrzeuginsassen begonnen werden kann, muss das Fahrzeug soweit abgestützt werden, dass es nicht abrutschen oder kippen kann. Dies verhindert zum einen eine weitere Gefährdung der Fahrzeuginsassen und der Rettungskräfte im und um das Fahrzeug und ermöglicht zum anderen eine patientenschonende Rettung.

Auf dem Rüstwagen unserer Wehr ist seit seiner Neubeschaffung ein spezielles System zur Abstützung und Entlastung von Unfallfahrzeugen verladen - das sogenannte Stab Fast der Firma Weber Hydraulik. In zwei Taschen sind insgesamt drei Teleskop-Stützen und ein Keil verpackt, welche mit Hilfe eingebauter Spanngurte eine schnelle Stabilisierung des Fahrzeugs möglich machen.

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Ausbildung mit Sondergeräten

Zur Dienstagsübung am 1. März 2011 war ein besonderes Thema angesetzt: Ausbildung mit den Sondergeräten, welche auf dem Rüstwagen verladen sind. Hierzu wurde auf das Gelände der Straßenmeisterei in der Black und Decker Straße gefahren. In zwei Gruppen aufgeteilt wurden Leitplanken und andere metallische Gegenstände zertrennt. Die eine Gruppe beschäftigte sich mit dem Plasmaschneidgerät. Das Plasmaschneidgerät erzeugt einen elektrischen Lichtbogen mit einer Temperatur von über 30.000°C, welches Materialien bis zu einer Stärke von 25mm mühelos durchtrennen kann.

Die zweite Gruppe durchtrennte ebenfalls Leitplanken, allerdings mit einem Motortrennschleifer ("Trennjäger") und einem gewöhnlichen Winkelschleifer. Bei äußerst imposantem Funkenflug durchtrennten auch diese Geräte das Material ohne Probleme.Der Motortrennschleifer funktioniert ähnlich wie eine Motorkettensäge, nur das anstatt einer Kette eine rotierende Trennscheibe für Metall oder Stein verwendet wird. Zum, Eindringen in verunfallte ICE Züge ist auch eine diamantbeschichtete Trennscheibe auf dem Rüstwagen verladen.

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